Giverny Monets Garten

Von Givernet, nicht gewinnorientierter Verein



Claude Monets Haus und Garten in Giverny öffnet am 1. April 2026.

Öffnungszeit : von 10 Uhr bis 18 Uhr 7/7 Feiertage inklusiv bis 1. November 2026. Letzter Eintritt 17h30.

Das Mitbringen von Tieren (mit Ausnahme von Assistenzhunden) ist untersagt. Der Verzehr und die Mitnahme von Speisen und Getränken sind verboten.

Claude Monet Giverny Garten

Claude Monet Giverny Garten Foto von Ariane Cauderlier

Einzelbesucher im Jahr 2026

Eintrittskarten für Einzelpersonen

  • Normalpreis für Erwachsene und Senioren: 13 €
  • Ermäßigter Eintritt für Kinder von 7 bis 17 Jahren: 7 €
  • Freier Eintritt für Kinder unter 7 Jahren (ausgenommen Kindergruppen)
  • Ermäßigter Eintritt für Studierende: 7 €
    Freier Eintritt für Studierende der Bildenden Kunst und Kunstgeschichte
  • Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderung: 6 €
    Normalpreis für Begleitpersonen

Private Führungen

  • Dauer der Führung: ca. 1 Stunde 30 Minuten
  • Führungen werden auf Französisch, Englisch oder Deutsch angeboten.
  • Preise 2026: Pauschalpreis 230 € + Eintrittskarten.
  • Führungen sind nur nach vorheriger Reservierung möglich.
  • Selbstverständlich können Sie das Museum auch ohne Führung besuchen.

Bus- und Kleinbustouren ab Paris


Eintrittskarten sind in der Regel inklusive, wenn Sie im Rahmen einer Bus- oder Kleinbustour ab Paris nach Giverny reisen.

Preise für Gruppen (ab 20 Personen)

  • Gruppenbuchung ab 20 Personen erforderlich, je nach Verfügbarkeit.
    • Bitte senden Sie eine E-Mail an reservation@claudemonetgiverny.fr.
  • Eintrittspreise für Gruppen im Jahr 2026

    • Erwachsene und Senioren: 12 €
      • Reiseleitung, Busfahrer und Reiseleiter (jeweils einer pro Gruppe): frei
    • Kinder, Schüler, Studenten: 7 €
      • Vorschule: 1 Begleitperson pro 8 Kinder frei
      • Grundschule, Mittelschule, Gymnasium: 1 Begleitperson pro 15 Schüler frei
    • Person mit Behinderung (Teil einer Gruppe): 6 €
      • eine Begleitperson pro Person mit Behinderung frei

Die zwei Gärten


Der Garten von Claude Monet besteht aus zwei Teilen: einem Blumengarten namens Clos Normand, der vor dem Haus liegt, und einem japanisch inspirierten Wassergarten auf der anderen Straßenseite.

Die beiden Teile von Monets Garten kontrastieren und ergänzen einander.

Claude Monets Haus und Garten in Giverny im Frühling

Claude Monets Haus und Garten in Giverny im Frühling - Giverny Foto von Ariane Cauderlier

Der Clos Normand


Als sich Monet und seine Familie 1883 in Giverny niederließen, war das Stück Land, das sanft vom Haus zur Straße abfiel, mit einem Obstgarten bepflanzt und von hohen Steinmauern umgeben.

Eine Hauptallee, die mit Kiefern gesäumt war, teilte das Anwesen in zwei Teile auf. Monet ließ die Kiefern schneiden und hielt nur die beiden Eiben, die dem Haus am nächsten waren, um seiner Frau Alice zu gefallen.

Aus diesem Clos Normand von etwa einem Hektar, machte Monet einen Garten voller Perspektiven, Symmetrien und Farben.

Das Land ist in regelmässigen Blumenbeete unterteilt, wo Blumenbüschel unterschiedlicher Höhe Volumen schaffen. Obstbäume oder Zierbäume dominieren die Kletterrosen, die langstieligen Stockrosen und die farbigen Beete von jährlichen Blumen. Monet mischte die einfachsten Blumenwie Gänseblümchen und Mohnblumen mit den seltensten Sorten. Was ihm wichtig war waren die Farben.

Die Hauptallee ist mit eisernen Bögen bedeckt, auf denen die Rosen wachsen. Andere Rosenbäume bedecken die Pergola am Haus entlang. Am Ende des Sommers dringen Kapuzinerkressen über den Kies der Hauptallee ein und bilden dort einen Blumenfluss.

Claude Monet mochte keine organisierten oder eingeschränkten Gärten. Er kombinierte die Blüten nach ihren Farben und liesst sie frei wachsen.

Mit den Jahren entwickelte er eine Leidenschaft für die Botanik und tauschte Pflanzen mit seinen Freunden Clemenceau und Caillebotte aus. Immer auf der Suche nach seltenen Sorten kaufte er junge Pflanzen mit großem Aufwand. "Mein ganzes Geld geht in meinen Garten", sagte er. Aber auch: "Ich bin in Entzücken."

Giverny Claude Monets Garten Hauptallee Spätsommer

Giverny Claude Monets Garten Hauptallee Spätsommer - Foto Ariane Cauderlier

Claude Monet Seerosenteich in Giverny

Claude Monet Seerosenteich in Giverny - Foto Ariane Cauderlier

Der Wassergarten


Im Jahre 1893, zehn Jahre nach seiner Ankunft in Giverny, kaufte Monet das Grundstück, das seinem Besitz benachbart war, auf der anderen Seite der Bahn und Strasse. Es war von einem kleinen Bach, dem Ru, einer Ableitung der Epte, durchquert. Mit der Unterstützung der Präfektur ließ Monet den ersten kleinen Teich graben, obwohl seine Bauern Nachbarn sich dagegen wehrten. Sie fürchteten, dass seine seltsamen Pflanzen das Wasser vergiften würden.

Später wurde der Teich auf seine heutige Größe erweitert. Der Wassergarten ist asymmetrisch und gebogen. Monet liess sich von japanischen Gärten inspirieren, die er durch die Drucke kannte. Der Maler war ein leidenschaftlicher Sammler von japanischen Holzschnitten.


In diesem Wassergarten finden Sie die berühmte japanische Brücke, die mit Glyzinien bedeckt ist, sowie andere kleineren Brücken, Trauerweiden, ein Bambusdickichtz und vor allem die berühmten Seerosen, die den ganzen Sommer lang blühen. Der Teich und die umliegende Vegetation bilden eine von der umgebenden Landschaft getrennte Einfriedung.

Noch nie zuvor hatte ein Maler die Natur organisiert, bevor er sie malte. So schuf er seine Werke zweimal, erstens mit Pflanzen und Zweitens mit Farben auf die Leinwand.

Monet fand hier Inspiration für fast dreissig Jahren. Nach der Serie von japanischer Brücken widmete er sich den Nympheas, den gigantischen Seerosen Dekorationen der Orangeriemuseum in Paris.

Monet suchte immer wieder Nebeleffekte und Durchsichtigkeit. über den Jahren gab er sich mehr den Abspiegelungen als den Blumen hin. Auf seiner Bilder entstand dann eine umgekehrte Welt, die von der Flüssigkeit des Wassers verklärt war.

Claude Monet Wassergarten in Giverny, Herbstspiegelungen

Claude Monet Wassergarten in Giverny, Herbstspiegelungen - Foto Ariane Cauderlier

Frühlings-Morgen-Nebel unter der japanischen Brücke in Claude Monets Garten

Frühlings Morgen Nebel unter der japanischen Brücke in Claude Monets Garten
Foto Ariane Cauderlier

Die japanische Brücke


Monet ließ seine Brücke von einem lokalen Handwerker bauen. Als der Garten im 1977   wiederhergestellt wurde, war die Brücke zu beschädigt, um gerettet zu werden. Sie musste von einer Firma aus Vernon wieder aufgebaut werden.

Eine der Blauregen wurde von Monet gepflanzt.

Der Besuch


600 000 Besucher entdecken die Gärten von Monet in den sieben Monaten, in denen sie geöffnet sind.

Um zu verhindern, dass Menschen auf die Pflanzen treten und um die Schönheit des Gartens zu bewahren, sind die inneren Alleen dem Publikum gesperrt. Besucher spazieren auf den Seitenalleen und können rund um den Garten laufen, um alle Perspektiven zu bewundern.

Um zum Wassergarten zu gelangen, gehen Sie durch eine Unterführung (zur Zeit von Monet war es notwendig, die Bahn und die Straße zu überqueren). Sie treten auf die japanische Brücke und können alle versteckten Winkel des Wassergartens entdecken.

Fotografieren ist im Garten erlaubt, jedoch nur von den Gehwegen. Picknicks sind verboten. Hunde und andere Haustiere sind nicht erlaubt.

Seerosen in Claude Monets Teich in Giverny

Seerosen auf Claude Monets Teich in Giverny - Foto Ariane Cauderlier

Das Giverny Haus Claude Monets im Sommer

Das Giverny Haus Claude Monets im Sommer - Foto Ariane Cauderlier

Die Restaurierung von Monets Haus und Garten


Als Claude Monet 1926 starb, gehörten Haus und Garten seinem Sohn Michel. Er wohnte nicht dort und es ist die Schwiegertochter von Monet, Blanche Hoschedé, die auf das Grundstück aufpasste. Leider wurden Garten und Haus nach dem Zweiten Weltkrieg vernachlässigt. 1966 vermachte Michel Monet das Anwesen der Academie des Beaux-Arts.

1977 wurde Gérald van der Kemp zum Kurator in Giverny ernannt. André Devillers, der die Gelegenheit hatte, mit Georges Truffaut Monet zu besuchen - ein ausgezeichneter Gärtner, der oft zu Monets Tisch eingeladen wurde - half ihm, den Garten so zu rekonstruieren, wie er zur Zeit des Meisters war. Viele Zeitgenossen von Monet gaben auch Hinweise.

Viele Jahre waren nötig, um dem Garten und dem Haus ihren früheren Glanz zu verleihen, weil nicht viel übrig war. Die Fenster der Gewächshäuser und des Hauses zersplitterten während der Bombardements, die Holzarbeiten waren verfault, die Treppe war zusammengebrochen und in der großen Werkstatt wuchsen Bäume.

Der Teich musste wiederausgegraben werden. Die ursprüngliche Bodenebene des Gartens wurde wiederhergestellt, dann wieder mit den gleichen Sortenblumen bepflanzt, die Monet züchtete.

Dank großzügiger Spender, vor allem aus den USA und Frankreich, wurde das Haus renoviert. Die antiken Möbel und die japanischen Drucke wurden restauriert. Dann wurden die Besucherbereiche eingerichtet.

Das Anwesen ist seit September 1980 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Giverny Claude Monets gelbes Esszimmer

Giverny Claude Monets gelbes Esszimmer - Foto Ariane Cauderlier